Zerrung im Oberschenkel: Erste Hilfe mit Kühlung

Es gibt vielerlei Gründe für eine Zerrung im Oberschenkel: Fehlendes „Warm up" und „Stretching" vor dem Training oder Wettkampf können dazu beitragen, grippale Infekte, Entzündungen im Körper oder falsches Schuhwerk.

Eine zu extreme Beanspruchung oder Überdehnung der Muskelpartie führt zu Zerrungen. Zerrungen gehören zu den häufigsten Blessuren im Sportlerleben. Aktive Sportler kennen es zur Genüge: Im allerschlimmsten Fall treten plötzlich krampfartige und stechende Schmerzen auf, auch ein leichtes Ziehen kann ein Hinweis auf eine Zerrung im Oberschenkel sein. Manchmal schmerzt schon das bloße Stehen oder Gehen. Zu den ersten Reaktionen bei einer Zerrung im Oberschenkel gehört, die Beine auszuschütteln. Das ist aber wenig hilfreich: je mehr die gezerrte Muskelpartei weiter beansprucht wird, desto schlimmer entwickelt sich die Zerrung. Wenige Tage später kommt es unter Umständen zu Einblutungen in den Muskeln; die blau-rot unterlaufenen Stellen kennt man als Bluterguss. Es dauert einige Zeit, bis sich dieses verhärtete Hämatom wieder auflöst.

Zu den Ersten-Hilfe-Tipps bei einer Zerrung gehören eine Kompressionsbandage und eine Kühlung der betroffenen Stelle. Eispackungen und kalte Umschläge verschaffen Linderung; hierbei sollte man beachten, dass immer ein Baumwolltuch oder ein Handtuch auf die malträtierte Muskelpartei gelegt wird; wer Eispackungen direkt auf die Haut legt, riskiert Erfrierungen. Um zu verhindern, dass das Gewebe weiter anschwillt, sollte man den verletzten Fuß hoch lagern und ruhigstellen. Unterstützend wirken Sportsalben oder eine Kompressionsbandage. Um den Schwergrad der Verletzung zwischen einer Muskelzerrung oder einem schwierigeren Muskelriss herauszufinden, führt der Arzt eine Ultraschalluntersuchung durch.

Je nach Schweregrad der Verletzung ist eine Trainings- und Wettkampfpause angesagt: Drei Wochen sollten es bei leichteren Zerrungen mindestens sein; ist es zu einem kompletten Muskelfaserriss gekommen, ist eine Operation von Nöten, danach schließt sich eine etwa dreimonatige Rehabilitation an. Zu den Rehabilitationsmaßnahmen gehören Krankengymnastik, Krafttraining aber auch begleitende Maßnahmen wie Kinesiologe Tapeverbände sowie ausreichende aber leichte Dehnübungen im schmerzfreien Bereich, außerdem ist Lauftraining zu empfehlen.

Meistens handelt es sich um die hintere Beinpartie, wenn Betroffene über eine Zerrung im Oberschenkel klagen.