Belgische Schokolade - Eine Tradition seit 1912

Die belgische Schokolade hat bereits eine lange Tradition in diesem Land. Vor allem für seine mit Nougat gefüllten Pralinen ist das Land bekannt.

Als Christoph Columbus den Kakao nach Europa brachte, war dies der Anfang einer langen Liebesgeschichte zwischen der süßen Köstlichkeit der Azteken und dem Adel. Auch in Belgien wurde Schokolade sehr gerne, vor allem von reichen Bürgern, genossen. Belgische Schokolade hat eine fast hundertjährige Tradition.

Die wohl berühmteste Form dieser Süßigkeit ist die für Belgien übliche Form von Meeresfrüchten. Heute sind diese auch in jedem Supermarkt erhältlich, jedoch kommt deren Qualität nicht an die vor Ort hergestellten und verkauften Pralinen heran. Vor allem ist die Hauptstadt Brüssel für ihre zahlreichen Pralinenläden bekannt. Dort können sich Touristen und andere Schokoladenliebhaber mit allerlei kreativen Variationen wie zum Beispiel Pralinen mit Eierlikör oder Sahne eindecken. Die Tradition des Schokoladengenusses der Belgier begann schon Anfang des 20. Jahrhunderts. Damals war es angeblich Jean Neuhaus, der sich 1912 dazu entschied, aus der normalen Schokolade eine mit Nougatcreme gefüllte Praline zu machen. Seitdem ist sie aus der kulinarischen Palette Belgiens schlichtweg nicht mehr wegzudenken.

Belgische Schokolade profitiert sogar von einer strengen gesetzlichen Regelung im Land. Dort müssen von der Regierung eingeführte Qualitätsstandards erfüllt sein, damit die Schokolade in den Verkauf kommen darf. Die Schokoladenfabriken Belgiens garantieren sogar mit dem Vorsatz von 100% Kakaobutter die Hochwertigkeit ihrer Pralinen. Damit die im Land hergestellte Leckerei auch eine qualitative Kennzeichnung erhält, führte man das Gütesiegel namens "Ambao" ein. Es zeichnet die Verwendung reiner Kakaobutter als Fett in der Schokolade aus. Die Belgier sind sehr stolz auf ihre Praline und dies bemerkt man auch, wenn man einmal belgische Gäste zu sich nach Hause einlädt. Denn dort ist es eine Tradition, anstatt Blumen oder Wein eine Packung belgischer Pralinen mitzubringen.

Um belgische Schokolade auch von außen schön aussehen zu lassen, besitzt die Nascherei sogar eine eigens entwickelte Verpackungsart, die sogenannten Ballotins. Das sind kleine, nach oben etwas längliche Pralinenboxen, die nicht selten mit einem hübschen Schleifchen verziert werden. Sollte man sich also eines Tages dazu entscheiden, eine Reise nach Belgien zu unternehmen, sollte man nicht vergessen, sich und seinen Freunden einen Ballotin mitzunehmen.