Innsbruck ist eine der größeren österreichischen Städte und wird von Touristen nicht weniger gerne frequentiert als die Hauptstadt. In den zahlreichen Tälern des Umlands herrscht noch eine traditionelle Lebensart.
Als Bundeshauptstadt im Westen ist Innsbruck ein gutes Beispiel für die lange Kultur Österreichs und Süddeutschlands. Ob es an den hohen Bergen und der gewaltigen Natur liegt oder einfach dem Gemüt entspringt, jedenfalls scheint man hier die Begrenztheit des Menschen gut zu kennen. Das schlägt sich nicht selten in einer Ironie nieder, die typisch für diese Gegend ist. Was den Einen oder Anderen anfangs etwas vor den Kopf stößt, ist aber in Wirklichkeit gar nicht so ernst gemeint. Hinter der gespielten Ernsthaftigkeit verbirgt sich meist das sehr gastfreundliche Wesen der Menschen. Wenn viel gelacht wird, so liegt das vielleicht, wenn auch nicht zwingend, an den hochprozentigen Bieren.
Die vielen Wanderer, die von hier aus sich organisieren und die Gegend erkunden, haben aber auch anderes im Sinn als sich mit dem eigenartigen Wesen der Region zu befassen. Die vielen kleinen Dörfer um Innsbruck herum lassen sich heute auch ohne Weiteres erkunden. Schon länger hat der Tourismus die Region erfasst und so findet sich auch noch in der kleinsten Ansiedlung zumindest ein Gasthaus, in dem genächtigt werden, kann. Weit mehr als Gasthäuser sind aber die Wirtshäuser vertreten, denen auf Schritt und Tritt begegnet werden kann. In den Wirtsstuben herrscht, je weiter man in die regionalen Gebiete vordringt, meist eine sehr schweigsame und nachdenkliche Stimmung, der auch Touristen verfallen können, bleiben sie nur lange genug um sich etwas heimisch zu fühlen.
Innsbruck selbst wächst stetig und es ist ein Verdienst der so an traditioneller Art interessierten Touristen, dass sich das Stadtbild nahezu erhalten hat. Auch die Pensionen in Innsbruck halten sich an dieses Vorbild und modernisieren nur sehr langsam und nur dann, wenn es sich gar nicht anders einrichten lässt. Viele scheinen das zu genießen und auch die Einheimische, die in den moderneren Großstädten arbeiten, nehmen sich die Zeit, hier ganz in der eigenen Kultur aufgehen zu können. Und wie ginge das leichter, als bei ein paar von der Kellnerin im Dirndl servierten Glas Bier. Dabei den Blick in die Berge zu richten und alte Erinnerungen hervorzukramen, so sieht die Erholung aus, der man in Innsbruck begegnet.