Am 1.Mai ist wieder Deutscher Burgentag! Wie im letzten Jahr werden DK3YB (Biggi) und DD6WM (Holger) das Schloss Hohennauen mit der WCA-Referenz DL-04103, COTA-Referenz BRB-108, aktivieren. Das Schloss befindet sich außerdem in der Flora-und-Fauna-Referenz DLFF-0133, dem Naturpark Westhavelland. Die QSOs mit DK3YB (Biggi) zählen auch für das YL-Diplom. Geplant haben wir, je nach Bedingungen, Aktivitäten im 10m- bis 80m-Band in SSB. Bevorzugtes Band für COTA-Aktivitäten ist das 40m-Band, weshalb wir überwiegend dort qrv sein werden.

Biggi ist mittlerweile Mitglied des Deutschen COTA-Teams (#190)!

Die aktuellen Corona-Regeln des Landes Brandenburgs bringen keine Beschränkungen mehr mit sich, wer also Lust und Zeit hat, kann uns gerne Besuchen! Weitere Informationen findet Ihr hier:

https://www.rbb24.de/politik/thema/2020/coronavirus/beitraege_neu/2020/04/brandenburg-corona-massnahmen-lockerung-ausgang-kontakt-erlaubt.html

Informationen zum Burgentag:

https://www.cotagroup.org/cotagroup/

Über viele QSOs würden wir uns sehr freuen! Zahlreiche Teilnahme erhöht den Spaß und jeder Kontakt wird – auf Wunsch - mit einer QSL-Karte bestätigt.

73 und hoffentlich bis zum 1. Mai

von

Biggi (DK3YB) und Holger (DD6WM)

Sicher haben schon viele Funkamateure aus dem Spandauer Forst gefunkt. Aber seit 1. Januar 2022 ist es etwas ganz Besonderes, aus dem Waldgebiet im Norden Spandaus Funkbetrieb zu machen. Und das kam so:

Seit ich mich für das Flora-&-Fauna-Programm interessiere und entsprechende Aktivitäten durchführe, habe ich mich gefragt, warum eigentlich der Spandauer Forst, der gerade einmal 5 m vor meinem Haus beginnt, keine Flora-&-Fauna-Referenz ist bzw. war. Eine Anfrage bei den Managern des Deutschen Flora-&-Fauna-Programms ergab, dass bisher einfach niemand einen Antrag gestellt hatte, den Spandauer Forst in die Liste aufzunehmen. 'Das können wir ändern', dachte ich. Im September 2021 habe ich also den Antrag gestellt und den Managern Manfred (DF6EX) und Ric (DL2VFR) auch die entsprechenden Links zu den relevanten Informationen über den Spandauer Forst geschickt. Immerhin wartet dieser mit 3 Naturschutzgebieten auf: den Teufelsbruch und Nebenmoore, Großer und Kleiner Rohrpfuhl sowie Eiskeller und Spandauer Luchwald. Der gesamte Spandauer Forst ist Teil des europäischen Schutzgebietes Natura 2000, und daher einer Aufnahme in die Flora-&-Fauna-Referenzliste würdig. Dem Antrag wurde stattgegeben, und seit 01.01.2022 trägt der Spandauer Forst für alle Flora-&-Fauna-Freunde im Amateurfunk die Referenznummer DLFF-0861!

Natürlich stand sofort fest, dass ich die erste Aktivierung vornehmen musste. Meine Aktivität habe ich auf der Seite „World Wide Flora & Fauna In Amateur Radio“ angekündigt. Am Samstag, den 08. Januar 2022, habe ich sodann meinen Bollerwagen aus dem Keller geholt, meine Portabelausrüstung (wie immer mit Yaesu FT 857d und dem LiFePo4-Akku) darin verstaut und mich auf den Weg in den Wald gemacht. Mein Ziel war der Waldspielplatz, den ich schon aus meiner Kindheit kenne. Dort gibt es Tische und Bänke, sogar einen überdachten Bereich, den ich mir als Standort für meine Aktivität ausgesucht hatte. In der Nacht zuvor hatte es geschneit, und unter dem Dach würden meine Geräte vor Schnee und Regen geschützt sein. Zu meiner Freude war der Spielplatz leer, als ich gegen 11:20 Uhr Küchenzeit dort ankam. Ich konnte in Ruhe alles aufbauen. Für den 6m GFK-Mast verwende ich gerne eine Bodenhülse für Sonnenschirme, die in die Erde gedrillt wird. Zwar war der Boden etwas hart und gefroren, aber es gelang mir ohne Mühe, die Bodenhülse hinein zu drehen. Ich hatte meine Lieblings-Antenne dabei: die Triband-Drahtantenne, die mittels Jumper auf 10m, 15m und 20m spielt. Außerdem hatte ich einen weiteren GFK-Mast dabei, den ich mit einem Kabelbinder an meinem Bollerwagen befestigte und meine Drahtantenne für UKW daran hochzog. Zur gleichen Zeit hatte sich DG2HVL – Anselm – in die Döberitzer Heide begeben. Wir wollten unbedingt mindestens ein QSO miteinander fahren. Auch hatte ich bereits am Abend zuvor in unserer OV-Runde auf DB0SP und per Email alle YLs und OMs des D06 über mein Vorhaben informiert und hoffte und freute mich nun auf einige Kontakte. Das erste QSO gelang dann auch mit Anselm, DG2HVL, auf 28,444 Mhz. Es folgten Dieter, DL7HD, und Hermann, DL7AKV. Auch auf 20m konnte ich QSOs mit Anselm und Hermann loggen, und auf unserer OV-Frequenz Lars, DL7ALM, Hermann, DL7AKV, und Anselm, DG2HVL.

Eigentlich wollte ich nun auf die Kurzwelle und auf 20m richtig loslegen, aber ich bekam Besuch. DO5JRR, Olaf, und seine XYL kamen über den Spielplatz zu meinem Portabel-Shack geschlendert, und auch DL7JU (Jens) mit DL7CAU (Christina) und DO6LR (Lars) haben mich besucht. Und so waren sie live dabei, als mich meine Funkfreundin Raisa (aka R1BIG) rief, die zur Zeit aus ihrem „Elk-Shack“ in Finnland mit ihrem brandneuen Rufzeichen OH7BG qrv ist. Sie wusste von meiner Funkaktivität und dass ich auf der Flora-&-Fauna-Frequenz 14,244 Mhz aktiv sein würde. Sie hat kürzlich eine Amateurfunkprüfung in Finnland abgelegt, um eine HAREC-Zertifizierung zu erhalten, was in Russland nicht möglich ist. Mit ihr führte ich mein erstes internationales QSO aus dem Spandauer Forst. Wir haben ein wenig Smalltalk gemacht, wofür wir sonst wenig Gelegenheit haben. Anschließend versprach sie mir, später für mich einen Spot im DX-Cluster zu platzieren, und dann verabschiedeten wir uns.

Nun war noch Gelegenheit für eine kleine Foto-Session mit meinen Besuchern, bevor diese den Heimweg antraten. Natürlich hatten sie Funkgeräte dabei, und so konnten wir noch die obligatorischen QSOs miteinander führen.

Zurück an meiner Station suchte ich mir eine freie Frequenz im 20m-Band, um meine Aktivität fortzusetzen. Leider war die beliebte F&F-Frequenz auf 14,244 Mhz inzwischen belegt, und so wich ich auf 14,288 Mhz aus. Ich tippte noch schnell eine WhatsApp an Raisa, und sie platzierte für mich wie versprochen den Spot im DX-Cluster. Wie erwartet bescherte mir das einen kleinen Pile-Up, und rund um Europa wurde auf meinen CQ-Flora-&-Fauna-Ruf geantwortet. Auch OMs aus USA (W1OW, William aus Massachusetts) und Kanada (VE9MY, Len aus Nova Scotia) waren dabei. Der Kälte zum trotz hatte ich jede Menge Spaß bei meiner Aktivität. Allerdings füllte sich der Waldspielplatz ab ca. 13.30 Uhr mit Familien und kleinen Kindern, die natürlich herumtobten, so dass ich mich entschied, einzupacken und den Heimweg anzutreten.

30 QSOs konnte ich für den Anfang loggen, und war ganz zufrieden damit. Die nächste Aktivität wird bald folgen, vielleicht suche ich mir dann ein anderes Plätzchen in meinem Lieblingswald für mein Shack. Mein Logbuch ist bereits hochgeladen und die QSOs zählen für das Flora-&-Fauna-Diplom, sowohl in DL als auch für das World Wide Flora & Fauna Programm.

Weitere Flora-&-Fauna-Regionen in Spandau sind:

DLFF-0458 Fort Hahneberg NSG (Staaken)
DLFF-0702 Windmühlenberg (Kladow)

Für eine F&F-Aktivierung muss man sich innerhalb der Grenzen des jeweiligen Habitats aufhalten. Als Maßstab gelten hier die Karten des BfN (Bundesamt für Naturschutz).

Für alle, die sich über das F&F-Programm informieren wollen, hier ein paar Links:

http://www.wff-dl.de/

https://wwff.co/

Danke für's lesen!

73 + 44 de DK3YB

LG
Eure Biggi

 

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Ein Dorf, eine Kirche und drei Funkamateure

Der 1. Mai ist für uns Funkamateure ein ganz besonderer Tag, nämlich Deutscher Burgentag. Nachdem wir – das sind Anselm (DG2HVL), Holger (DD6WM) und ich (Biggi, DK3YB) - im letzten Jahr wegen der Coronasituation unsere Pläne für "Castles On The Air" begraben hatten, wollten wir es in 2021 durchziehen – mit oder ohne Pandemie! Seit Beginn des Jahres hatten wir Pläne geschmiedet und uns vorgenommen, das Schloss Hohennauen (Gutshaus Kleist von Bornstedt) zu aktivieren. Es befindet sich in der Alten Rathenower Straße 2 in Hohennauen-Seeblick. An gleicher Stelle auf einer Landzunge am Hohennauener See befand sich schon eine frühslawische Burg mit Vorburg. Die Burganlage wurde auch in deutscher Zeit weiter besiedelt und 1386 erstmals als „Hus to Hogenowen“ urkundlich erwähnt. Das Gebäude ist heute in einem ruinösen Zustand, was jedoch für eine Aktivierung im Rahmen eines COTA-Fielddays keine Relevanz hat. "Unser" Schloss stand bislang mit 0 QSOs in der COTA-Karte, und wir wollten unbedingt die ersten sein, die es aktivieren. Zudem liegt es im Naturpark Westhavelland, der Flora-&-Fauna-Referenz DLFF-0133.

Aber bevor wir unseren Plan umsetzen konnten, galt es, einigen "Papierkam" zu erledigen. Zunächst hatte ich das Gutshaus und seine Umgebung in Augenschein genommen, um den passenden Ort für unsere Aktivität zu finden. Anschließend gab es ausgiebigen Email-Verkehr mit dem Amt Rhinow. Es stellte sich heraus, dass die Wiese hinter dem Schloss, die ich zunächst ausgesucht hatte, nicht mehr in den Zuständigkeitsbereich des Amtes Rhinow gehörte. Der Amtsdirektor bot uns allerdings sofort einen anderen Standort an, nämlich die Wiese vor der alten Dorfkirche von Hohennauen. Diese wäre Luftlinie etwa 100m vom Schloss entfernt, was den Vorgaben des Castles-on-the-Air-Programmes entspricht. Wir waren glücklich, so viel Unterstützung von behördlicher Seite zu bekommen, und sagten zu. Nachdem auch ein Corona-Sicherheitskonzept erarbeitet und vom Gesundheitsamt Havelland auf den letzten Drücker abgenickt worden war, freuten wir uns umso mehr auf unseren Fieldday.

Am 1. Mai ist Deutscher Burgentag! Aus diesem Anlass werden DK3YB (Biggi), DG2HVL (Anselm) und DD6WM (Holger) das Schloss Hohennauen mit der WCA-Referenz DL-04103, COTA-Referenz BRB-108, aktivieren. Das Schloss wurde bisher noch nicht aktiviert und befindet sich außerdem in der Flora-und-Fauna-Referenz DLFF-0133, dem Naturpark Westhavelland. Zusätzlich zählen die QSOs mit DK3YB (Biggi) auch für das YL-Diplom. Geplant haben wir momentan Aktivitäten im 20-, 40- und 80-m-Band in SSB.

Unsere Aktivität findet selbstverständlich unter Einhaltung der geltenden Corona-Verordnung bei gleichzeitiger Abstimmung mit dem zuständigen Amt Rhinow statt.

Über viele QSOs würden wir uns sehr freuen! Zahlreiche Teilnahme erhöht den Spaß und jeder Kontakt wird – auf Wunsch - mit einer QSL-Karte bestätigt.

73 und hoffentlich bis zum 1. Mai,

von den Spandauer Schlossaktivierern!

Amateurfunk mit hohem Aufwand macht immer wieder Spaß. Mein Besuch bei Bernd (DL7APV) in der Nähe von Nauen gab mir die Möglichkeit, mit seiner sehr gut ausgerüsteten Funkstation auf UKW Amateurfunk mit Reflektion der Signale am Mond zu betreiben.

Die Nutzung des Mondes als passiver Reflektor begann 1946 mit militärischer Nutzung für Fernschreiben zwischen Hawaii und Washington. Seit den fünfziger Jahren testen Funkamateure, ihre Signale vom Mond zurückwerfen zu lassen.

Der technische Aufwand bei Bernd ist hoch, 128 zusammengeschaltete Antennen und die zugelassene Sendeleistung sorgten für ein außergewöhnlich kräftiges Signal. Nachdem der Mond am östlichen Horizont auftauchte, hörten wir zunächst die Echos meiner Signale. Funk breitet sich mit Lichtgeschwindigkeit aus, es dauert für die Entfernung von über 300.000 km mehr als zweieinhalb Sekunden, bis das reflektierte Signal hörbar ist.

Vorwiegend sind es europäische Funkamateure, die den Aufwand betreiben. Ich bekam aber auch Verbindungen nach Australien, Japan und Israel hin. Mit dem Computer werden die Antennen auf den Mond ausgerichtet und entsprechend der Erddrehung nachgeführt. Bevor der Mond am nächsten Morgen im Westen unterging, gelangen uns Verbindungen mit Kanada, New Jersey und Kalifornien. Die Morsezeichen sind oft sehr leise, gute Ohren und hohe Konzentration sind deshalb unerlässlich. Die hohe Schule besteht darin, die leisen Signale aus dem Rauschen auszuwerten.

Es gibt digitale Möglichkeiten mit dem Computer, die besser als das menschliche Ohr sind. Unsere Herausforderung lag darin, die Nachrichten mit den Möglichkeiten des Ohrs zu entschlüsseln. Das ist uns gelungen, am Ende kamen über 30 Verbindungen zustande.

Danke an Bernd und seine Frau für die Gastfreundschaft und das großartige Erlebnis an der Funkstation.

73 von Thorsten Wolf DK5OZ

 

dl7apv 2020

   

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